Einkommensarmut und Zufriedenheit

Das Armutsrisiko ist für verschiedene Haushaltstypen unterschiedlich. Während es für Paare ohne Kinder sehr gering ist, sind Alleinerziehende, Alleinlebende und Paare mit drei oder mehr Kindern überdurchschnittlich oft armutsgefährdet.

Neben objektiven Kennwerten zeigt die Zufriedenheit mit dem Haushaltseinkommen subjektiv wahrgenommene Deprivation an. Entsprechend bildet sich ein ähnliches Muster ab: Alleinerziehende und in einem geringeren Ausmaß auch Alleinlebende sind erkennbar weniger zufrieden mit ihrem Haushaltseinkommen als der Durchschnitt der Haushalte in Bayern.

Armutsgefährdungsquoten von Haushalten mit Kindern in Bayern (2005–2018)

Der Anteil von Alleinerziehenden, die armutsgefährdet sind, lag 2018 mit 35,0 % deutlich über der gesamt-bayerischen durchschnittlichen Armutsgefährdungsquote (11,7 %). Auch Paare mit drei oder mehr Kindern waren 2018 mit 17,9 % überdurchschnittlich oft armutsgefährdet. Paare mit nur einem Kind weisen dagegen ein geringes Armutsrisiko auf (6,1 %). Die Armutsgefährdungsquoten der einzelnen Haushaltstypen sind seit 2005 relativ konstant geblieben.

Als armutsgefährdet gelten alle Personen, deren Äquivalenzeinkommen geringer ist als 60 % des Medians der gesamtdeutschen Einkommensverteilung.

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Quelle: Elsas/Schmid (2020). ifb-Familienreport Bayern – Tabellenband 2019. Tab. 49

 

Armutsgefährdungsquoten von Haushalten ohne Kinder in Bayern (2005–2018)

Alleinlebende sind ungefähr doppelt so häufig armutsgefährdet wie der Durchschnitt der Haushalte (2018: 21,9 % versus 11,7 %). Paare ohne Kinder sind dagegen deutlich seltener von Armut gefährdet: Ihre Armutsgefährdungsquote liegt konstant unter dem gesamtbayerischen Durchschnitt (2018: 8,4 %). An diesem Muster hat sich seit 2005 wenig geändert.

Als armutsgefährdet gelten alle Personen, deren Äquivalenzeinkommen geringer ist als 60% des Medians der gesamtdeutschen Einkommensverteilung.

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Quelle: Elsas/Schmid (2020). ifb-Familienreport Bayern – Tabellenband 2019. Tab. 49

 

Zufriedenheit der Erwachsenen mit dem Haushaltseinkommen in Haushalten mit Kindern in Bayern (2000–2017)

Alleinerziehende sind erkennbar unzufriedener mit ihrem Haushaltseinkommen als der Durchschnitt der Haushalte. Angesichts der deutlich höheren Armutsgefährdungsquote von Alleinerziehenden ist dies kaum überraschend.

Paare mit Kindern unterscheiden sich in ihrer Zufriedenheit mit dem Haushaltseinkommen dagegen kaum vom Durchschnitt der Haushalte. In den letzten Jahren ist über alle Haushaltstypen hinweg ein leichter Anstieg der Zufriedenheit zu beobachten.

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Quelle: Elsas/Schmid (2020). ifb-Familienreport Bayern – Tabellenband 2019. Tab. 50

 

Zufriedenheit der Erwachsenen mit dem Haushaltseinkommen in Haushalten ohne Kinder in Bayern (2000–2017)

Die Zufriedenheit mit dem Haushaltseinkommen liegt in der Gruppe der Alleinlebenden konstant, wenn auch nicht weit, unterhalb der des Durchschnitts. Paare ohne Kinder sind dagegen mit ihrem Haushaltseinkommen etwas zufrieden als der Durchschnitt. Seit dem Jahr 2000 ist dieses Muster unverändert. Die absoluten Werte nehmen aber unabhängig vom Haushaltstyp seit 2008 leicht zu.

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Quelle: Elsas/Schmid (2020). ifb-Familienreport Bayern – Tabellenband 2019. Tab. 50

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