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Forschung


Abgeschlossene Projekte
Evaluation des HIPPY-Programms in Bayern

Fragestellungen und Zielsetzungen des Projekts

HIPPY steht für Home Instruction for Partents of Preschool Youngsters; frei übersetzt bedeutet dies: Hausbesuchsprogramm für Eltern mit Vorschulkindern.

Das HIPPY-Progeramm unterstützt sozial benachteiligte Eltern nicht-deutscher und deutscher Herkunft dabei, ihre vier- bis sechsjährigen Kinder zu Hause in der Entwicklung zu fördern. Es geht um 15 Minuten täglich, die Eltern zusammen mit ihren Kindern am Tisch verbringen, um Bücher vorzulesen, Puzzles zusammen zu setzen und ähnliche Lernspiele mit ihren Kindern durchzuführen. Diese Aktivitäten zu Hause ergänzen die Arbeit des Kindergartens mit dem Ziel, die Kinder fit für die Schule zu machen. Gleichzeitig werden Eltern mit den nötigen "Werkzeugen" ausgestattet, die es ihnen ermöglichen, sich am Bildungsprozess der Kinder aktiv zu beteiligen. Wichtige Elemente von HIPPY sind die eigens für das Programm entwickelten Spiel- und Lernmaterialien. Zur Durchführung finden regelmäßige Hausbesuche und Gruppentreffen statt. Eine weitere Besonderheit des Programms ist der Einsatz von Para-Professionals (angeleitete Laien). Hierbei handelt es sich um Mütter aus der Zielgruppe, deren Kinder meist selbst an HIPPY teilgenommen haben.

Unter anderem sollen folgende Forschungsfragen einer Klärung zugeführt werden:

Methodisches Vorgehen

Das ifb führt seit September 2005 im Rahmen einer zweijährigen Längsschnittstudie an den Standorten Nürnberg/Fürth/Erlangen Interviews mit Müttern (und ggf. auch Vätern) durch, deren vier- bis sechsjährigen Kinder in den beiden Programmjahren 2005/06 und/oder 2006/07 an HIPPY teilgenommen haben oder noch teilnehmen. Die Entwicklung der Kinder, die im Herbst 2005 mit dem HIPPY-Programm begonnen haben, wird somit über den gesamten Programmzyklus von zwei Jahren hinweg wissenschaftlich begleitet. Dadurch soll untersucht werden, welche Auswirkungen das HIPPY-Programm auf die Entscheidungsprozesse der Eltern im Übergang vom Kindergarten zur Grundschule hat.

Ergänzt werden diese Elternbefragungen durch (anonymisierte) Informationen aus den Aufnahmegesprächen der Koordinatorinnen mit den Eltern, durch jährlich stattfindende Befragungen der Hausbesucherinnen sowie durch qualitative Expertengespräche mit Erzieher(innen), Ärzt(inn)en und Logopäd(inn)en.

Auf Basis der Teilnehmerzahlen von 2003 kann von 300 bis 330 "HIPPY-Eltern" ausgegangen werden, die an der Befragung teilnehmen sollen. Es handelt sich somit – in diesem Bereich – um eine Vollerhebung an den drei Standorten.

Veröffentlichung

Kurt Bierschock, Andrea Dürnberger & Marina Rupp: Evaluation des HIPPY-Programms in Bayern. ifb-Materialien 3-2008.

Projektinfo

Das Projekt wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen.

Laufzeit: 1/2005 bis 10/2007.

Projektleitung und -bearbeitung: Dr. Marina Rupp; Dr. Kurt Bierschock; Dipl.-Soz. Andrea Dürnberger.



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